Wie ich zur Fotografie kam

Fotografie

Eines meiner liebsten Hobbys ist die Fotografie. Die Entwicklung verlief – bis jetzt – in drei Phasen:

Phase 1: Die alte Voigtländer

Den ersten Kontakt zur Fotografie hatte ich während meiner Kindheit durch den Fotoapparat meines Vaters. Ich weiß nicht, ob er den Fotoapparat selbst erworben oder geerbt hatte. Und ich kann mich nicht daran erinnern, dass er je selbst damit fotografiert hat.

Fotografie Voigtländer Bessa 1
Mit freundlicher Genehmigung: https://www.kameramuseum.de „Die Sammlung Kurt Tauber“

Es war ein alter Balgenfotoapparat von Voigtländer. Ich vermute, dass es eine „Voigtländer Bessa 1“ war. Mein Vater behauptete immer, dass man mit diesem „… so große Fotos machen kann, dass man keine Abzüge mehr machen muss!“. Nun, mein Vater war kein Hobby-Fotograf. Was er wohl meinte war, dass man von den Negativen im Format von 9 cm × 6 cm per Kontaktabzug direkt Papierabzüge erzeugen konnte. Als Filmmaterial diente eine 6 cm-Filmrolle. Damals war ein Foto mit diesen Abmessungen nicht ungewöhnlich. Heutzutage werden (wenn überhaupt noch „Papierabzüge“ produziert werden) eher Formate in dem Maß 15 cm × 10 cm und größer erstellt.

4,5 cm × 6 cm

Als Zubehör zu dieser Kamera gab es noch einen 4,5 cm × 6 cm Einsatz, den man vor den zu belichtenden Rollfilm stecken konnte. Damit maskierte man die belichtbare Fläche auf dieses Maß. Man hätte zum Beispiel direkt Mittelformat-Dias belichten können – aus heutiger Sicht sehr interessant! Aber damals war ich einfach noch zu jung. Ich experimentierte mit dieser komplett manuell einzustellenden Kamera herum, ohne genau zu wissen, was ich tat. Als einzige Anhaltspunkte dienten die Aussagen meines Vaters: „Bei der Belichtungszeit von 100stel Sekunde verwackeln die Objekte nicht“ und „Sonne lacht: Blende 8!“. Und die Entfernung musste ich auch immer schätzen. Dann kam noch hinzu, dass zwischen dem Zeitpunkt, an dem ich den Film zum Entwickeln brachte (die erste auf diesem Film befindliche Aufnahme war eventuell schon einige Wochen alt) und dem Abholtermin eine Zeitspanne von einigen Tagen lag. An ein direktes Feedback (das Aussagen wie z. B. „Wie verändert sich das Bild, wenn ich eine andere Blende verwende?“ erlaubt hätten) war dadurch leider nicht zu denken. Mein Interesse an der Fotografie schlief daher leider wieder ein …

Phase 2: Digitalfotografie!

Erst Jahrzehnte später weckte die digitale Fotografie bei mir wieder das Interesse an der Fotografie. Als die Kameras erschwinglich wurden und ich einen beruflichen Nutzen darin sah, schaffte ich mir eine digitale Kompaktkamera an. Und zwar eine

KODAK DC 265

Fotografie Kodak DC265
Copyright: https://www.digitalkamera.de

Aus heutiger Sicht war dieses Kästchen alles andere als ein gutes Werkzeug: die Batterien waren sehr schnell leergesaugt, die Auflösung betrug nur etwas mehr als ein Megapixel, das Display war lächerlich klein, die Bedienung umständlich, der Speicher (CF Card) noch sehr teuer und die Reaktionszeit – die Zeit, die zwischen dem Auslösen und tatsächlicher Aufnahme lag – spürbar zu lang.
Aber trotz aller Nachteile lernte ich durch das unmittelbare visuelle Feed back die Zusammenhänge zwischen Blende, Zeit, Entfernung, ISO-Einstellung … etc. kennen.
Der Anschaffungspreis hatte sich durch meine kommerzielle Nutzung der resultierenden Fotos während diverser Projekte schnell amortisiert. Den weitaus größeren Wert hatte diese Kamera jedoch dadurch, dass ich die grundsätzlichen, fotografischen Aufnahmetechniken lernte. Leider ließ ich diese Kamera ein paar Minuten zu lange unbeaufsichtigt in der Öffentlichkeit liegen. Ich hoffe, ein anderer Mensch hatte noch ein wenig Spaß damit …

CANON G5

Fotografie Canon G5
Copyright: https://www.digitalkamera.de

Erst geraume Zeit später schaffte ich mir wieder eine digitale Kamera an. Die Canon G5 hatte wesentlich bessere Werte als meine alte Kodak DC 265 und mit dieser Kamera machte ich noch einmal sehr viele wichtige Erfahrungen über fotografische Aufnahmetechniken. Fotos, die ich mit dieser Kompaktkamera (!) machte, landeten sogar als halbseitige Abbildungen in Büchern. Diese Kamera vermachte ich später meinem Bruder.

Phase 3: Digitale Spiegelreflexkamera

Dann stand eine Neuseelandreise an und ich wollte von dieser Reise möglichst gute fotografische Erinnerungen mit nach Hause nehmen. Also entschloß ich mich im Dezember 2006 zur Anschaffung einer digitalen Spiegelreflexkamera: der

NIKON D200

Fotografie NIKON D200
Meine gute alte NIKON D200!

Direkt durch das Objektiv hindurch zu sehen („Live View“ auf dem Display besitzt die NIKON D200 nicht) gab mir einen gewaltigen Schub bei der Foto-Erstellung. Und es veränderte die Art, wie ich Fotos machte. Und: musste ich mich in Neuseeland noch sehr auf die technisch korrekte Bedienung konzentrieren, wurde die Kamera in den kommenden Jahren durch intensive Beschäftigung damit zu einem vertrauten Werkzeug. Dadurch verlagerte sich meine Konzentration vom reinen „Herstellen“ von Fotos zum „Gestalten“ von Fotos. Ich las immer weniger über den technischen Prozess des Fotografierens und immer mehr darüber, welche inhaltlichen Gedanken man sich über sein Foto machen kann!
Mit der Zeit wurde der Blick auf meine Fotos vergangener Jahre kritischer. Ich merkte, dass ich in der Anfangsphase nur darauf achtete, dass die Fotos technisch einwandfrei sind. Durch meinen beruflichen Hintergrund besaß ich aber trotzdem schon einen gewissen gestalterischen Instinkt für Bildaufbau und Co., so dass ich z. B. 10 Jahre nach den Aufnahmen in Neuseeland ohne schlechtes Gewissen die Bildbände „NZ17 – 10 Jahre danach“ produzieren konnte.

NIKON D610

Fotografie NIKON D610
Nein, das ist KEINE nokiN! Hier fotografiere ich natürlich in einem Spiegelkabinett …

Aktuell fotografiere ich mit einer sogenannten „Vollformat-Kamera“. Mit diesem Stück Hardware mache ich technisch bessere Fotos. Trotzdem lenke ich aber mehr und mehr meinen Fokus auf den Inhalt. Denn das ist es, was – meiner Meinung nach –eine gute Fotografie ausmacht. Schaue ich mir Fotografien an, die Weltruhm erlangt haben, finde ich schon bemerkenswert, dass diese keineswegs technisch einwandfrei sind. Und trotzdem wurden sie teilweise Ikonen der Zeitgeschichte.

In diesem Sinne kann ich jedem Hobby-Fotografen, der wirklich besser werden will, nur raten: Praxis ist durch nichts zu ersetzen! Also: dranbleiben und soviel – aber bitte nicht wahllos – fotografieren wie möglich!

Außerdem gehört natürlich dazu, sein Wissen über die Fotografie immer aktuell zu halten. Zum Beispiel durchs aufmerksame Lesen von Internet-Plattformen, die sich diesem Thema widmen!

Vor Kurzem wurde ich von solch einer Plattform kontaktiert: ob wir nicht unsere Beiträge gegenseitig verlinken sollten. Gesagt – getan: hier ein Gastbeitrag von www.digitalkameratrends.com:

Autofokus – Highspeed nur bei gutem Licht

Beinahe jede Digitalkamera mit fokussierbarem Objektiv bietet heute eine automatische Entfernungseinstellung. Ausnahmen gibt es praktisch nur bei bestimmten Kombinationen zwischen Kameragehäuse und Wechselobjektiv, wenn das Objektiv keinen Autofokus unterstützt oder Body und Objektiv nicht mit einander kommunizieren können. Von solchen Spezialfällen abgesehen, nutzen Fotografen in vielen Aufnahmesituationen die Kamera-Unterstützung, um zu scharfen Bildern zu kommen. Aber auch der Autofokus hat seine Grenzen.

Zwei unterschiedliche Systeme

In den meisten Kompaktkameras verrichtet ein Kontrast-Autofokus seinen Dienst. Vereinfacht gesagt, betrachtet er ein Bild als scharf, wenn an einer Kante der größtmögliche Kontrast entsteht. Das System ist recht einfach, benötigt keine zusätzliche Hardware und ist deshalb kostengünstig und platzsparend. Die vom Bildsensor eingefangenen Informationen reichen aus. Allerdings muss der Kontrast-Autofokus den Schärfepunkt erst suchen, was sich in einem vor allem bei Videoaufnahmen störenden „Pumpen“ bemerkbar machen kann. Die aufwendigere Variante, ein Phasen-Autofokus, erfordert separate Sensoren, ist dafür aber auch in der Lage, die Fokussierung direkt zielgerichtet durchzuführen. Diese Technik findet man bei Spiegelreflexkameras.

Ohne Licht läuft nichts

Sowohl Kontrast- als auch Phasen-Autofokus benötigen genügend Licht, um schnell zu arbeiten. Die Ricoh CX6 war beispielsweise bei ihrem Erscheinen 2012 ein Vorreiter in Sachen Auslöseverzögerung – nach nur 0,12 Sekunden war das Bild im Speicher. Dieser hervorragende Wert galt aber nur für Weitwinkel-Fotos. Im Telebereich ist das Objektiv lichtschwächer, und schon steigt die Zeit zwischen Drücken des Auslösers und Aufnahme auf fast eine halbe Sekunde – ein 200 km/h schneller Zug hat in dieser Zeit bereits 25 Meter zurückgelegt. Das Kamera-Portal www.digitalkameratrends.com empfiehlt für solche Fälle das vorherige Fokussieren eines gleich weit entfernten Ersatzmotivs oder eine komplett manuelle Entfernungseinstellung. Fotografen, die Kameras mit Wechselobjektiven nutzen, sollten bereits bei der Wahl des Objektivs auf dessen Autofokus-Fähigkeiten achten. Neben der Kompatibilität mit dem Kameragehäuse sind vor allem leise und schnelle Ultraschall-Motoren zu empfehlen, etwa für Sportfotos oder Wildlife.

Und ab hier wieder meine eigenen Blog-Beiträge rund um die Fotografie:

Meine Blog-Beiträge


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