Waaas? Was ist das denn für ein komplett verpeilter Titel? Worum geht es hier denn jetzt?
„In the Year 2025 …“
Das Jahr 2025 war für mich in vielerlei Hinsicht ein sehr herausforderndes Jahr. Viel Pflicht, wenig Kür. Dabei ist dann halt viel liegengeblieben. Unter anderem mein Bericht über die Messe, die ich regelmäßig (jedes Jahr) besuche: die Superbooth.
Und bevor ich meinen Bericht aus dem Jahr 2025 hier im Blog schreiben konnte, war ich auch in diesem Jahr (zur Erinnerung: wir schreiben das Jahr 2026) schon dort: also auf der Superbooth 2026. Ich möchte aber Berichte über beide Messen schreiben! Und … Leute, ihr kennt mich: Ich kann mich nicht kurz fassen. Also wird das nun mal wieder ein Mehrteiler … 🤷🏼♂️
Anfangen möchte ich mit dem Bericht zur Superbooth 2025. Alles klar? Ab, die wilde Fahrt! Nächste Runde rückwärts!
Superbooth 2025
OK. Ich könnte jetzt einfach schreiben:
So, Leute, ich war auf der Messe „Superbooth 2025“ in Berlin. Da waren diese und jene Aussteller, ich habe dies und das gesehen. War janz dufte – tschö mit Ö!
Nee, nee. Das wäre mir viel zu oberflächlich. Außerdem hätte ich das ja dann auch schon am 10. Mai 2025 schreiben können – und wäre mit dem Thema durch!
Also: Gemütlich machen, das wird heute mal wieder ein längerer Beitrag!
Am besten unterteile ich den in mehrere Kapitel:
Die Kapitel
- Super… was?
- Der Ort
- Das Angebot
- Reiseplanung
- Anreise
- Auf der Messe
- Kontakt!
- Rückreise
- Rückblick
Rückspiegel😉
Super… was?
Es soll ja Menschen geben, die nichts mit dem Begriff „Superbooth“ – oder, wie wir Nerds es nennen: „Sooper“ – anfangen können. Ich versuche es einmal so zu beschreiben:
Die Superbooth ist eine jährlich abgehaltene, dreitägige Ausstellungs- und Erfahrungsaustausch-Messe für Hersteller und Händler von Soft- und Hardware zur Produktion elektronischer Musik und deren Nutzern!
Kürzer geht’s leider nicht.
Der Ort
Das Ganze findet in Berlin statt. Und zwar rund um das FEZ – das Kinder-, Jugend- und Familienzentrum. Hä? Organisiert AUCH von der LandesMUSIKakademie Berlin. Ach so, dann hat’s doch etwas mit Musik zu tun! Und die Superbooth ist unmittelbar mit einer Person verbunden, die ich schon in meinem Blog-Beitrag zur Superbooth 2024 erwähnte:
Andres Schneider – ja, der von »SchneidersLaden«, Berlin!
Das Gelände, auf dem das Ganze stattfindet, ist der Waldpark Wuhlheide in Berlin.

Mitten in einem kleinen Wald mit breiten Gehwegen steht ein großer Gebäudekomplex – das eben erwähnte FEZ. In der Vorhalle, den Fluren und den zahlreichen Räumen präsentieren sich Firmen, die im engeren oder weiteren Sinne mit der Produktion von Musik zu tun haben.
Aber das gesamte Gelände rund um das FEZ ist ebenfalls in dieses Event einbezogen:
Die Seebühne
Direkt am Gebäudekomplex befindet sich die „Seebühne“. Auf dieser Plattform, die auf einem künstlichen See schwimmt, finden musikalische Vorstellungen und Konzerte statt. Sie wird an zwei Seiten begrenzt von großen Steinstufen, die nach außen ansteigen. So bieten sich diese Treppen an, Pause zu machen und dabei den Darbietungen auf der Bühne zu lauschen.

Hinter dem eben erwähnten See schließt sich die Zeltstadt an. Hier präsentieren sich in – ihr ahnt es schon – Zelten ebenfalls diverse Aussteller. Und auch hier wird der enge Publikumskontakt gepflegt, was das Zeug hält. Neben einem Bauwagen (KORG BERLIN residierte im Jahr 2025 darin) findet man in diesem Bereich auch ein größeres Rundzelt. Dieses Zelt hat Tribünen, die zum Verweilen und Genießen der durchgehenden Live-Performance mit Musik und Videoinstallationen einladen.
Die Zeltstadt
Bewegt man sich noch weiter vom FEZ weg, gelangt man zu einem weiteren Zelt-Areal. Hier gibt’s Speisen und Getränke. Wie im letzten Jahr, habe ich auch in diesem Jahr die fantastischen japanischen Pfannkuchen (Okonomiyaki) genossen – mein kulinarischer Höhepunkt auf der Superbooth!

Mitten durch den Wald geht es dann auf breiten, gut ausgebauten Wegen zu einem weiteren Veranstaltungsort: dem „Bungalowdorf“. Dieses eingezäunte Stückchen Land inmitten des Waldes besteht aus einem guten Dutzend kleinerer Hütten, angeordnet rings um einen Platz voller Tische und Stühle. In den Hütten erwarten die Besucher wieder Anbieter musikalischer Soft- und/oder Hardware. Die Versorgung mit Leckereien und Getränken ist hier durch kleine Stände und die Bungalowbar gesichert.
Soviel zu den äußeren Gegebenheiten.
Das Angebot
Was erwartet das Fachpublikum?
Na, zum Beispiel:
- Hersteller von elektronischen Musikinstrumenten (große Konzerne und Einzelkämpfer),
- Software-Programmierer,
- Anbieter von Bauteilen, Modulen oder Services,
- Hersteller von Elementen wie Frontplatten und Knöpfen,
- Händler von Musikinstrumenten,
- Anbieter von Lösungen, deren Probleme mir noch nicht einmal bekannt waren …😉

Also: ein echt buntes Sammelsurium – aber immer alles im Zusammenhang mit »Musikmachen«.
Das Besondere an dieser Veranstaltung: Hier gibt es keinen Frontalunterricht. Hier nimmt das Publikum direkten Kontakt auf. Sowohl mit der begehrten Hard- und Software, als auch mit den Menschen, die hinter dem ganzen Kram stehen. Oft genug stehen die Personen, die ein Gerät mitentwickelt haben, direkt neben der präsentierten Soft- oder Hardware.
Und wer nun bei „Ausstellungsmesse“ an Krawattenträger und deren Angequatsche à la : „Darf ich Ihnen einmal XY zeigen …“ denkt, liegt vollkommen falsch. Hier wird
- erstens überwiegend Englisch gesprochen,
- zweitens geduzt und
- drittens gehen die Menschen unaufgefordert und direkt an die Ausstellungsstücke! Meist hängen fertig verkabelte Kopfhörer schon bereit, und dann wird georgelt, dass die Schwarte kracht!

Außerdem gibt es im Gebäudekomplex des FEZ noch Workshops, in denen die Teilnehmer in Kleingruppen ihre Geräte selbst bauen können. So etwas mitzumachen, interessiert mich natürlich auch – allerdings wäre ich dann zeitlich sehr eingeengt und ich hatte mir nur einen Tag in Berlin gegönnt. Apropos Reise:
Reiseplanung
Im vergangenen Jahr war ich schon einmal auf dieser Messe für Menschen, die sich für elektronische Musikproduktion interessieren. Ich hatte mich damals völlig uninformiert auf den Weg gemacht und bewusst die Berichterstattung gemieden, die immer im Vorfeld der Messe passiert. Ich wollte vollkommen intuitiv dieses Event erleben.
Im Jahr 2025 wollte ich es anders machen: Sobald die Organisation zur »Sooper25« stand, surfte ich durchs Netz und sog alle Berichte dazu und darüber auf. So hatte ich schon eine ungefähre Ahnung, welche Bereiche und Firmen ich mir auf der Messe näher ansehen wollte.
Anreise
Da die An- und Abreise im letzten Jahr mit der Deutschen Bahn hervorragend funktioniert hatte, wollte ich auch dieses Mal den Weg zur Hauptstadt über die Schiene nehmen.

Und das hat auch dieses Mal ganz toll geklappt. Na ja, bis auf das letzte Stückchen der Rückfahrt … aber dazu komme ich später.
Auf der Messe
Im vergangenen Jahr war mein persönlicher Höhepunkt ein ganz bestimmtes Instrument: der PolyBrute 12 von Arturia. Aber das könnt Ihr alles in meinen Beiträgen aus dem letzten Jahr nachlesen: LINK.
Mein zweiter Höhepunkt im vergangenen Jahr war die Begegnung mit Andreas Schneider. Auch das … Ihr wisst schon: LINK.
Im Jahr 2025 hatte ich den Vorteil, mich schon ein wenig mit den Örtlichkeiten auszukennen. Also machte ich zum Beispiel NICHT den Fehler, mir an der falschen Ecke ein vertrocknetes Messe-Brötchen (sorry!) zu kaufen. Weil ich halt wusste: Es wartet später ein Okonomiyaki auf mich!
Auch plante ich meinen Fußweg durch dieses Event wesentlich ökonomischer als im letzten Jahr.
Das sah dann so aus: Ich schlenderte systematisch durch die Räume im FEZ. Dabei schaute ich mir die dargebotene Hard- und Software an.

Dann hörte ich auch mal einem Fachgespräch zu oder genoss eine musikalische Vorführung. Genau das Letzte erwartete mich im Raum von MOOG – einem der weltweit bekanntesten Unternehmen der Musikelektronik.

Durch mein recht zielstrebiges Voranschreiten hatte ich die Räume des FEZ dann gegen kurz nach drei Uhr nachmittags durchgeackert. Ich war zwar voller inspirierender Eindrücke, hätte zu diesem Zeitpunkt aber noch keinen echten Höhepunkt nennen können. Aber dann …
Kontakt!
In dieser Stimmung ernüchterter Mattheit traf ich auf …
VENUS THEORY!
Okay, wenn Ihr nun gar nichts mit dem Namen anfangen könnt, muss ich wohl ausschweifender erklären, wie sehr mich dieses kurze Aufeinandertreffen elektrisiert hat.
Venus Theory, mit bürgerlichem Namen Cameron, stellt sich selbst auf seiner Website so vor:
„Howdy, I’m Cameron. Long story short: I’m a musician, sound designer, and creator crafting audio experiences across music, games, and screens. I’ve worked with top-tier brands, indie devs, and DIY dreamers while sharing the journey with hundreds of thousands of fellow creators. And yeah, I wear that same shirt all the time.“
Übersetzt:
„Kurz gesagt: Ich bin Musiker, Sounddesigner und Kreativer, der Audioerlebnisse für Musik, Spiele und Bildschirme entwickelt. Ich habe mit führenden Marken, Indie-Entwicklern und DIY-Träumern zusammengearbeitet und dabei meine Erfahrungen mit Hunderttausenden anderen Kreativen geteilt. Und ja, ich trage immer dasselbe Shirt.“
Außerdem habe ich dieses Zitat von ihm im Netz gefunden:
„… I run my YouTube channel (also under Venus Theory) where these days I mostly make videos focused on the psychology and philosophy of creative work …“
Übersetzt:
„… Ich betreibe meinen YouTube-Kanal (ebenfalls unter Venus Theory), wo ich derzeit hauptsächlich Videos zum Thema Psychologie und Philosophie kreativer Arbeit produziere …“
Und seinem eigenen Online-Shop spendiert er die drei Oberbegriffe: „Musician | Sound Designer | Occasional Human“ – also: „Musiker | Klanggestalter | Gelegentlich Mensch“.
Das deutet schon an, weshalb ich dieser Person seit vielen Jahren Beachtung schenke:
- Er produziert sehr interessante Musik
- Er hilft mir mit seinen Testberichten, Soft- und Hardware einzuschätzen
- Ich schätze seinen trockenen und doch sehr menschlichen Humor
Genau diesem Menschen hielt ich die Tür auf, die aus der großen Halle des FEZ ins Außengelände führt. Dabei begrüßte ich ihn mit »Howdy, Venus Theory!« und gestand, dass ich seine Online-Aktivitäten schon seit vielen Jahren verfolge und ihn und seine Tätigkeiten sehr schätze. Er war sehr erfreut, es ergab sich ein kurzer Small Talk und abschließend durfte ich noch diesen Schnappschuss von uns beiden aufnehmen:

Schaut Euch im Netz alles über diesen tollen Menschen an – es lohnt sich: Venus Theory
Aber dieses erste Treffen mit einem »Prominenten« aus der Szene war erst der Anfang! Während meines nachmittäglichen Schlenderns über das Event-Areal traf ich auf einige mir sehr bekannte Gesichter: Die meisten davon sind echte YouTube-Stars in der Szene der Musikproduktion.
Davon (und noch viel mehr) erzähle ich Euch im nächsten Teil! Ende Teil 1, Fortsetzung folgt!
Wenn Ihr nun wissen wollt,
- wen ich auf der Superbooth 2025 noch so alles gesehen habe,
- wen ich nur von Weitem gesehen habe, aber im Jahr 2026 sogar wieder gesprochen habe,
- warum ich mit viel Ärger im Jahr 2025 nach Hause kam,
- was ich alles in diesem Jahr erlebt habe,
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