Spannung

Spannung ist eine gute Sache, wenn wir über elektrischen Strom oder Filme, Spiele und Bücher sprechen. Im sozialen Umfeld jedoch kann sie ins Unglück führen. In meinem Blog erwähne ich ausnahmsweise ein ernstes Thema: Gewalt!

Weihnachtszeit – eine spannende Zeit

Oder sollte ich eher schreiben: Weihnachtszeit – eine Zeit voller Spannung? Familien sind im Idealfall ein Hort der Sicherheit, der Zufriedenheit, des Wohlfühlens. Leider entstehen aber gerade hier – zeitlich und örtlich komprimiert an Feiertagen wie dem Weihnachtsfest – Auseinandersetzungen, die leicht eskalieren können.

Gewalt in der Familie

Viele Menschen glauben, Gewalt in Familien betreffe sie nicht. Auch ich war naiv, dieses Themengebiet nicht mit meinem kleinen, schnuckeligen Ort im Münsterland zu verbinden. Bis ich im Zuge ehrenamtlicher Tätigkeit damit konfrontiert wurde.

Ehrenamt: Geben und Nehmen!

Im letzten und in diesem Jahr wurde ich gebeten, eine besondere Veranstaltung der örtlichen Soroptimistinnen fotografisch zu begleiten: die Aktionen zum „Orange Day“.

Die Orange Days

Seit 1981 werden am 25. November weltweit Veranstaltungen organisiert, die auf die Beseitigung von Gewalt gegen Frauen drängen. Dieser Gedenk- und Aktionstag wird auch „Orange Day“ genannt.

2024: Schritt für Schritt – Wege aus der Gewalt

Diese Veranstaltung fand – nach Feierabend – in einem Schuhgeschäft statt! Was es damit auf sich hat, kann man hier lesen (bitte bis 2024 scrollen): Beitrag der Soroptimistinnen.

Ich fotografierte dieses Event. Und ich halte mich für sehr erfahren in dieser Tätigkeit. Meist ist man als Begleiter einer Veranstaltung komplett „außen vor“. Aber an diesem Abend war ich durch die Inhalte der Vorträge sehr ergriffen und fühlte mich betroffen. Vor allem schockten mich die Berichte mit unmittelbarem lokalem Bezug. Ich hätte nie gedacht, wie real auch hier bei uns hinter verschlossenen Wohnungstüren die Tragödien für Betroffene sind. So habe ich zwar gern die Fotos als kleinen Beitrag dieser Veranstaltung ehrenamtlich gegeben – aber genommen habe ich viel mehr: tiefe Einsichten in reale Missstände.

Auf der Website der Soroptimistinnen werden auch Fotos gezeigt, die nicht von mir sind. Die folgenden Aufnahmen habe ich fotografiert:

2025: Schau nicht weg

Als ich gefragt wurde, Fotos vom diesjährigen Event zu machen, zögerte ich keinen Moment. Mittlerweile weiß ich, wie wichtig dieses Thema ist. In diesem Jahr fand die Veranstaltung in Form von vielen künstlerischen Installationen statt. Diese wurden dann während der Abendveranstaltung präsentiert und  kommentiert. Sehr beeindruckend war auch der Beitrag von Claudia Schmidtfrerick. In Form eines Poetry Slams machte sie ihre Situation als Erzieherin in einem Frauenhaus erschreckend greifbar und real – ich glaube, nicht nur meine Gefühle fuhren Achterbahn …

Hier einige meiner Fotos von diesem besonderen Abend:

Ich möchte diesen Blogbeitrag mit einer Bitte beenden: Seid euch bewusst, dass vielleicht auch in eurer unmittelbaren Nachbarschaft die Spannungen nicht nur durch fröhliche Vorfreude auf Geschenke entstehen. Seid aufmerksam. Versucht, offen zu sein für Signale von Menschen, die eure Hilfe – vielleicht nur durch ein Gespräch – gern annehmen würden.

Auch und gerade zu Weihnachten. Schaut hin, seid aufmerksam!


Ein frohes Weihnachtsfest!

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