Wieder ein „richtiges“ Musikinstrument spielen?

So, jetzt ist es passiert – und ROLI ist schuld!

Ich habe mich dazu entschlossen, ein Instrument zu spielen. Jahre – ach, was schreibe ich denn da? – jahrzehntelang habe ich nur Knöpfe (aka „Tasten“) gedrückt. Gut, mit entsprechender Nachbearbeitung bekommt man auch damit eine gewisse „Artikulationstiefe“. Aber als Keyboarder schielt man halt immer ein wenig neidisch zu den Musikern, die ein „echtes“ Instrument spielen. Gitarre zum Beispiel. Oder ein Blasinstrument …

„An die Ausdrucksmöglichkeiten solcher Instrumente kommt man als Keyboarder doch nie heran …“

… dachte ich bis vor kurzem. Zwar hatte ich einmal etwas von einem „Seaboard“ der Firma ROLI gehört und ein paar beeindruckende Videos gesehen. Aber es wirkte ein wenig befremdlich, wie die Musiker in eine weiche Masse griffen, die entfernt an die Tasteneinteilung von Keyboards erinnerte. Sobald ich jedoch die damals geforderten Preise anschaute, war für mich das Thema durch.

The Rising …

Dann brachte diese Firma ROLI ein kleineres Key… äh – Seaboard Rise heraus. Es hat eine neue, verbesserte Hardware und – vor Allem! – einen neuen, verbesserten (= niedrigeren) Preis! Ich begann darüber nachzudenken. Und als mir Ende des letzten Jahres per E-Mail die Chance eingeräumt wurde, noch einmal eine dreistellige Summe beim Kauf dieses „Keyboard-Derivates“ zu sparen, schlug ich zu!

Begeisterung – Ernüchterung

Schnell war das beeindruckende Teil bei mir – und schnell kam die Ernüchterung:

  1. in der Software meiner Wahl (Reason) konnte ich die Vorteile des Seaboards gar nicht nutzen und
  2. musste ich nun wieder lernen, ein Instrument zu spielen!

Gegen den ersten Punkt habe ich mittlerweile einen Workflow entwickelt, der mir erlaubt, doch weiterhin mit Reason zu arbeiten und trotzdem alle Vorteile des Seaboards auszureizen.

proof of concept

Hier das erste Ergebnis (sozusagen ein „proof of concept“ – bitte nicht musikalisch bewerten!). Es dient der Demonstration folgender Arbeitsweise:

Ich habe einige spärliche Percussionsgeräusche in Reason erstellt. Das Ergebnis habe ich aus Reason als WAVE-Datei exportiert, in „Bitwig 8-Track“ (diese Software der Firma Bitwig GmbH wird beim Kauf des ROLI Seaboard mit erworben) auf eine Spur gelegt. Dann habe ich eine weitere Spur angelegt, der ich den Software-Synthesizer von ROLI, „Equator“, als VST-Instrument zugewiesen habe. Auf diese Spur habe ich dann mit Hilfe des ROLI Seaboards eine „Live-Performance“ geklimpert. Beides zusammen wieder als WAVE-Datei exportiert und auf Soundcloud hochgeladen, klingt das dann so:

 

 

+ + + U P D A T E ! + + + 2017-04-29 + + + U P D A T E ! + + +

Wie ich soeben erfahren habe, wird die nächste Version von Reason VST unterstützen! Das verändert die Situation komplett! Details in meinem Beitrag hier

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